100 Jahre Kreisreiterverband Herford e. V.

Auf dem diesjährigen Kreisreiterball des Kreisreiterverbands Herford e. V. gab es 2026 ein großes Jubiläum zu feiern. 100 Jahre wurde der Kreisreiterverband alt. So versammelten sich rund 300 Gäste im festlichen Offizierskasino am BildungsCampus Herford.  

Zu den Ehrengästen aus sportlicher Sicht zählten der Olympia-Silbermedaillengewinner Helmut Rethemeier, der Gewinner der Mannschaftsgoldmedaille Wolfgang Brinkmann, sowie die ehemalige Equipechefin und heutige Bundesjugendwartin Heidi van Thiel, die alle ihre Wurzeln im Reitsport im Kreis Herford haben wachsen lassen. Auch dabei waren unter anderem Landrat Mirco Schmidt, Andreas Kelch von der Volksbank in Ostwestfalen, Brigitte Hein als Vorsitzende des Pferdesportverbandes Westfalen und Nils Wörmann vom Kreissportbund.

Christian Giesen, erste Vorsitzende des Kreisreiterverbands Herford e. V.

Christian Giesen, erste Vorsitzende des Kreisreiterverbands Herford e. V., eröffnete den Abend und bedankte sich bei zahlreichen Helfern, die diesen Abend möglich gemacht haben. Als “Meta-Verein der Vereine” ist man darauf angewiesen, dass sich Menschen, neben dem Ehrenamt in ihrem eigentlichen Verein zusätzlich noch auf Kreisebene engagieren. Das Ehrenamt blieb ein oft erwähntes Stichwort an diesem Abend. Hervorgehoben wurde auch die gute Zusammenarbeit aller Vereine im Kreis, die zwar auch sportlich gegeneinander antreten, aber auch zusammen beim Kreisreiterball zusammen feiern können. Das ist nicht in allen Sportarten selbstverständlich.

“Das (Schul-)Pferd muss bleiben”

Klaus Harms, Richter und langjähriges Vorstandsmitglied des KRV
Wolfgang Brinkmann, Olympiasieger im Mannschafts-Springreiten 1988
Wolfgang Brinkmann, Olympiasieger im Mannschafts-Springreiten 1988

Wolfgang Brinkmann erinnerte sich an seine reiterlichen Anfänge und den damals präsenten Slogan, der in fast jeder Reithalle hing: “Das Pferd muss bleiben”. Damals, Anfang der 60er Jahre lösten Traktoren die Pferde in der Landwirtschaft ab. Zukunft für die Pferde gab es demnach nur noch im Sport. Er plädierte dafür, die Kosten im Sport zu senken.

Heidi van Thiel, Bundesjugendwartin und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Antje Hüske, Geschäftsführerin KRV Herford

Heidi van Thiel, die sich seit Jahren für die Jugendarbeit einsetzt, legte hier gleich nach: “Wenn wir Pferde in Zukunft nicht nur im Zoo bestaunen wollen, dann muss es heute heißen: Das Schulpferd muss bleiben”. Denn bei aller guten Laune zur 100-Jahrfeier ist allen Beteiligten bewusst: Der Reitsport steckt in einer Krise: Die Kosten für die Pferdehaltung, Tierärzte, Futter, Zugfahrzeuge und vieles mehr sind in den letzen Jahren extrem stark gestiegen. Der Pferdesport droht aus dem Breitensport zu verschwinden. Auch viele Vereine klagen über Nachwuchsorgen. Einen Schulbetrieb zu unterhalten ist kostspielig und arbeitsintensiv. Ehrenamtliche Einsatz ist gefragt. Der Kreis Herford ist hier, auch durch das starke Engagement des Kreisreiterverbands noch vergeleichsweise gut aufgestellt.

Landrat Mirco Schmidt, Christiane Giesen und Brigitte Hein, Vorsitzende des
Pferdesportverbandes Westfalen

Daher gab es auch viel Lob von Landrat Mirco Schmidt: „Hier sind viele Menschen mit sehr viel Herzblut bei der Sache. Der Pferdesport hat Generationen begleitet und geprägt.“ Auch Brigitte Hein, Vorsitzende des
Pferdesportverbandes Westfalen, unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts: „Hier steckt sehr viel Energie drin. Ich wünsche mir Herz, Mut und Zuversicht für die Jugendarbeit, es braucht einen guten Rahmen für die Kinder und weiterhin den Zugang zum Pferd.“

Der Saal im alten Offizierscasino

Klaus Harms, der den Kreisreiterverband selbst über Jahrzehnte prägte und einen ausführlichen
chronologischen Rückblick auf die Geschichte des Kreisreiterverbands, der seinen Ursprung in der Neuordnung der Reiterein nach dem Ersten Weltkrieg hatte. Damals war abehbar, dass das Pferd in den Streitkräften keine Zukunft hatte. Die Kavallerie wurde von motorisierten Einheiten abgelöst. So entwickelte Gustav Rau (1880–1954) der Gründungsvater des  organisierten Reitsports und der modernen Pferdezucht in Deutschland, das Konzept der ländlichen Reitvereine und Kreisreiterverbände. Die Pferdezucht sollte bei den Bauern bleiben. Die Bauernsöhne waren für die Ausbildung der Pferde zuständig. Anschließend sollten die ausgebildeten Pferde dann an Privatleute verkauft werden.

Die Kreisreiterverbände waren dazu da, die Ausbildung im Kreis zu koordinieren und zu unterstützen und Turniere zur Leistungsüberprüfung durchzuführen. Einige dieser Aufgaben erfüllen die Kreisreiterverbände unter anderem noch heute.

Antje Hüske überbrückte zusammen mit Heidi van Thiel mit einigen annekdotischen Erinnerungen die paar Minuten bis zur Eröffnung des Buffets.

Ab 21 Uhr übernimmt der DJ bis in die frühen Morgenstunden

Um 21 Uhr wurden dann die Tische im Hauptsaal zur Seite geschoben und der DJ schob die Regler am Mischpult hoch. Von nun an war Party bis drei Uhr in der Früh angesagt. Dann wurden auch die letzten Gäste nach Hause geschickt. Schließlich hieß es am nächsten Tag: Aufräumen und Abbauen.

Fotorückblick der Vereine

Presseberichte

Ein wunderbarer Vorabbericht von Yvonne Gottschlich findet sich in der NW:
https://www.nw.de/sport/lokalsport/sport_im_kreis_herford/sport_in_herford/24266521_Von-Kutschwagen-zu-Lkw-Die-bewegende-Reitsport-Geschichte-im-Kreis-Herford.html

Einen Nachbericht gab es natürlich auch:

https://www.nw.de/sport/lokalsport/sport_im_kreis_herford/sport_in_herford/24266521_100-Jahre-Kreisreiterverband-und-ein-Olympiasieger-feiert-mit.html

Chronik von Klaus Harms

Bis 1919: Frühe Reittradition und gesellschaftlicher Wandel

Schon lange vor der Gründung organisierter Reitervereine war der Pferdesport im Kreis Herford fest im gesellschaftlichen Leben verankert. Pferde- und Eselrennen im Rahmen von Tierschauen sowie große Reiterfeste prägten das Bild bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. Zugleich zeigt eine Einladung des Reitervereins „Wittekind“ aus Enger an den Herforder Oberbürgermeister aus dem Jahr 1904, wie sehr man sich bereits damals um die Belebung von Pferdezucht und Reitkunst bemühte. Um die Jahrhundertwende gerieten diese Traditionen jedoch durch Fahrrad und beginnende Motorisierung zunehmend unter Druck – eine Entwicklung, die zugleich den Boden für neue Formenorganisierten Pferdesports bereitete.

1920–1926: Neubeginn nach dem Ersten Weltkrieg

Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren von Umbruch und Unsicherheit geprägt. Das Kaiserreich war Geschichte, die junge Republik musste sich erst finden. Auch für die Pferdewelt bedeutete diese Zeit einen tiefgreifenden Wandel. Die Erfahrungen des Krieges hatten das Verhältnis zum Pferd verändert, zugleich zeigte sich, dass die motorisierte Kriegsführung den militärischen Einsatz von Pferden weitgehend abgelöst hatte.

Die verbliebenen Pferde wurden wieder vor allem in der Landwirtschaft und im Broterwerb eingesetzt. Zugleich regte sich langsam neue Lebensfreude: Pferdefreunde begannen wieder zu reiten und zu fahren – nun mit leichteren, wendigeren Pferden. Für die Züchter war diese Zeit schwierig, da der Absatz junger Pferde stark zurückging. Dennoch blieb die Begeisterung für das Pferd lebendig.

In dieser Situation entwickelte der große Pferdemann Gustav Rau die Idee der Ländlichen Reiterei. Ziel war es, den Pferdesport aus einem bis dahin privilegierten, häufig militärisch geprägten Umfeld zu lösen – in dem Reiten vor allem Adel, Gutsherren oder über die Wehrpflicht ausgebildeten Soldaten vorbehalten war – und ihn breiten Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

Reitervereine sollten vor Ort entstehen, getragen von heimgekehrten Soldaten mit reiterlicher Ausbildung. Sportliche Wettbewerbe nach dem Vorbild militärischer Prüfungen dienten der Ausbildungskontrolle und trugen bewusst den Begriff „Prüfung“ im Namen. Auf Reichsebene entstand die Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands mit Sitz in Berlin. In diesen Jahren formte sich auch das bis heute gültige Organisationsmodell: Reitervereine auf Ortsebene, Kreisreiterverbände im Kreis und Landesverbände auf Landesebene. Bereits 1923 tauchte der Kreisreiterverband Herford in ersten Strukturentwürfen auf. Die offizielle Gründung erfolgte am 16. März 1926 in Bielefeld. Zum Vorsitzenden wurde Ministerialrat von Consbruch aus Hiddenhausen gewählt.

Von Beginn an legte der Kreisreiterverband großen Wert auf Ausbildung. Schon früh gab es Ausbildungsbeauftragte, die vereinsübergreifend wirkten. Bereits 1937 fanden im Kreis Herford Lehrgänge zur Reit- und Fahrlehre sowie zum sachgerechten Umgang mit dem Pferd statt, maßgeblich getragen von Gustav Bockschatz, später auch von August Böke und Klaus Harms. Damit wurde ein Grundstein gelegt, der den Verband über Jahrzehnte prägen sollte.

Gründungsprotokoll vom 16. März 1926 in Bielefeld:

  • Vorsitzender: Ministerialrat von Consbruch (Hiddenhausen)
  • Unterzeichner des Gründungsprotokolls:
  • Ministerialrat von Consbruch,
  • Gustav Bockschatz (Bünde),
  • Herren G. und J. Meyer zu Siederdissen (Herford),
  • Herr Lechtermann (Jöllenbeck),
  • Herr Brüggemann (Hiddenhausen),
  • Herr Dietrich Möller(Exter),
  • Herr H. Wellensiek (Bünde),
  • Herr Meyer zu Düttingdorf (Spenge).

Gründungsvereine:

  • Reiterverein Arminius Hücker,
  • Reiterverein von Bismarck Exter,
  • Reit- und Fahrverein für Bünde und Umgebung,
  • Reiterverein von Derfflinger Schwarzenmoor,
  • Reiterverein Fridericus Rex in Valdorf,
  • Reiterverein von Hindenburg Hiddenhausen,
  • Reiterverein Graf Haeseler Wallenbrück,
  • Reiterverein von Lützow Herford,
  • Reiterverein von Seydlitz Löhne,
  • Reiterverein für Quernheim und Umgebung,
  • Reiterverein Wittekind Enger,
  • Reiterverein von Ziethen Holsen

1930–1939: Politischer Druck und innere Bewährung

Zu Beginn der 1930er-Jahre entwickelte sich der Reitsport im Kreis Herford weiter positiv. Turniere und Vereinsaktivitäten nahmen zu. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderten sich jedoch die

Rahmenbedingungen grundlegend. Von Berlin aus wurden die Kreisverbände aufgefordert, Reiterstürme oder Reitabteilungen im Stahlhelm zu bilden – verbunden mit einer automatischen Einbindung in SA oder SS. Diese Forderungen sorgten für erhebliche Unruhe.

Einige Vereine stellten ihre Tätigkeit zeitweise ein, andere suchten nach Wegen, sich dem politischen Zugriff zu entziehen. Der Verein Bünde konnte sich dank seiner erweiterten Vereinsstruktur behaupten und mehrere umliegende Reitergruppen integrieren. Der Kreisreiterverband, insbesondere durch das Engagement von Gustav Bockschatz, leistete in dieser schwierigen Phase wichtige Unterstützung und trug dazu bei, den Pferdesport im Kreis zu bewahren.

1939–1945: Stillstand im Krieg

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam das reiterliche Leben im Kreisgebiet vollständig zum Erliegen. Sechs Jahre lang war an Turniere, Ausbildung oder organisierte Vereinsarbeit nicht zu denken. Viele Pferde wurden erneut für militärische Zwecke eingezogen, viele Reiter kehrten nicht zurück.

1948–1959: Neubeginn und Sicherung des Pferdesports

Bereits 1948/49 fanden wieder erste Turniere statt – ein Zeichen des Aufbruchs. Den Vorsitz im Kreisreiterverband übernahm Gustav Schürmann aus Westerenger. In den 1950er-Jahren entwickelte sich das Reiterleben zunächst vorsichtig, gewann jedoch mit dem wachsenden Wohlstand rasch an Dynamik.

Parallel dazu veränderte sich die Landwirtschaft grundlegend. Maschinen ersetzten das Arbeitspferd. Diese Entwicklung führte 1955 zu einem weithin beachteten Signal: Unter dem Motto „Das Pferd muss bleiben“ rief der Provinzialverband zu einer Großveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle auf. Chef der Westfalenhalle war damals Karl Hüske aus Löhne, und auch Reiter aus dem Kreis Herford, darunter Heinz Stranghöner, beteiligten sich aktiv.

Der wachsende Turniersport trug entscheidend dazu bei, dem Pferd einen neuen Platz in der Gesellschaft zu sichern – nun als Sport- und Freizeitpartner. Zum Ende der 1950er-Jahre setzte der Kreisreiterverband mit einem Sternritt zum Rathaus Herford ein sichtbares Zeichen. Alle Vereine beteiligten sich – eine eindrucksvolle Demonstration des Zusammenhalts.

1960–1979: Aufschwung, Erfolge und ein neues Selbstverständnis

Mit den 1960er- und besonders den 1970er-Jahren begann eine Phase starken Wachstums. Immer mehr Reithallen wurden gebaut, Turniere professioneller organisiert, die sportlichen Ansprüche stiegen deutlich.

1971 wurde Gerd Haversiek aus Spenge, Schwiegersohn von Gustav Bockschatz, zum Vorsitzenden gewählt. In seine Amtszeit fiel eine Phase intensiver Entwicklung. Der Pferdesportverein Hiddenhausen gründete sich im Jahre 1974. Neue Wettbewerbsformate wurden eingeführt, darunter die Einzel-Kreismeisterschaft. Der Geländeritt wurde leider aus dem Wettbewerb um die Kreisstandarte gestrichen, Regelwerke mussten regelmäßig angepasst und an die Vereine kommuniziert werden.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt blieb ein wichtiger Bestandteil des Verbandslebens. Gemeinsame Winterbälle, teils zusammen mit den Jägern, stärkten das Miteinander.

Durch zahlreiche Kreisturniere entwickelte sich Exter zum zentralen Treffpunkt der Reiterinnen und Reiter des Kreises Herford. In diesen Jahren machten herausragende Sportler den Kreis weit über die Region hinaus bekannt: Helmut Rethemeier, Olympiareiter und Mannschaftssilber in Montreal, Wolfgang Brinkmann, Olympiasieger mit der Mannschaft 1988 in Seoul, Ulrich Meyer zu Bexten sowie Heinz Stranghöner im internationalen Fahrsport. Ihre Erfolge wirkten als starke Motivation für den Nachwuchs in den heimischen Vereinen.

KRV-Vorstand in dieser Zeit

  • Herr Gustav Schürmann (Westerenger),
  • Herr Erwin Schürmann, (Bünde),
  • Herr August Böke (Valdorf),
  • Herr Paul Möller (Exter),
  • Herr Meyer zu Siederdissen (Herford),
  • Herr Meyer zu Düttingdorf (Spenge),
  • Herr Gerd Lüking sen. (Valdorf) und weitere.

1980–1999: Differenzierung, Verantwortung und Bewährungsproben

Mit den sportlichen Erfolgen wuchsen auch die Ansprüche. Privatanlagen nahmen zu, neue Interessengruppen entstanden. Der organisatorische Aufwand für den Kreisreiterverband stieg deutlich.

1989 übernahm Wilfried Weitkamp den Vorsitz. In seine Amtszeit fiel eine Phase großer Verantwortung. Höhepunkt war das Jahr 1999, als der Kreisreiterverband Herford im Auftrag des Provinzialverbandes das Fest zum 75-jährigen Bestehen des westfälischen Verbandes auf dem Hof Upmeier zu Belzen in Jöllenbeck ausrichtete – ein eindrucksvolles Zeichen der gewachsenen, vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Nicht ohne Spannungen blieb ein Rechtsstreit um die Wertung des Wettbewerbs um die Kreisstandarte. Nach einer zunächst anderslautenden Entscheidung wurde die Klage in der Revision abgewiesen.

2000–2010: Kontinuität und Einschnitte

Große Hoffnungen verband man mit der Reitanlage des Vereins „von Seydlitz Löhne“, die als zentrale Anlage gedacht war. Nach der Insolvenz ging sie jedoch verloren. Trotz solcher Rückschläge blieb das Vereinsleben stabil, die Turniere im Kreis waren gut ausgestattet, neue Vereine entstanden.

KRV-Vorstand in dieser Zeit

  • Herr Gerd Haversiek, Herr Heinz Stranghöner, Herr Paul Möller, Herr
  • August Böke, Herr Klaus Harms, Herr Dieter Eickmeier, Herr Rudolf
  • Düstersiek, Herr Heinz Busch, Herr Ernst August Westerholt und weitere.

KRV-Vorstand in dieser Zeit

  • Herr Wilfried Weitkamp, Herr Gerd Lüking, Herr Hans Herbert Obermowe,
  • Herr Klaus Harms, Herr Jobst Schnasse, Herr Dieter Eickmeier,
  • Frau Stefanie Wehrhahn

2010–2019: Übergang und Erneuerung

Der plötzliche Tod von Wilfried Weitkamp im Jahr 2012 markierte einen tiefen Einschnitt für den Verband. Bereits im Jahr 2010 hatte Jobst Schnasse den KRV-Vorsitz übernommen.

In den Jahren zuvor und danach kam es erneut zu Vereinsneugründungen, die die Vielfalt des Pferdesports im Kreis weiter vergrößerten:

1991 meldete sich der Verein Dornberger Heide in Herford-Schwarzenmoor an und übernahm für mehrere Jahre die Ausrichtung der Kreismeisterschaften in der Vielseitigkeit. 1993 folgte die Gründung des Vereins Zum Kirchensiek in Bünde-Muckum. 1995 entstand mit dem Reiterverein Drei Eichen Diebrock ein weiterer Verein, hervorgegangen aus den Zusammenschlüssen der Reitergemeinschaften Brönninghausen und Blackenfeld an der Bielefelder Grenze. Diese Entwicklungen zeigten, wie lebendig und anpassungsfähig der Pferdesport im Kreis Herford auch im Wandel der Zeit geblieben ist. Bestehende Strukturen wurden gesichert, neue Vereine integriert. Im Jahre 2003 wurde auf dem Hof Willi Hüske in Löhne die Löhner Reitgemeinschaft Am Osterfeld gegründet. Auf der dortigen Reitanlage nahm der Verein seine Tätigkeit auf und konnte damit eine wichtige Lücke schließen, die durch die endgültige Auflösung des Reitervereins „von Seydlitz Löhne“ entstanden war.

Seit 2019: Gegenwart und Ausblick

2019 wurde Christiane Giesen zur Vorsitzenden gewählt. Mit ihr begann eine neue Phase der Verbandsarbeit. In dieser Zeit wurden das Kreisturnier mit Mannschaftswettkämpfen und die Einzel-Kreismeisterschaften zu einer gemeinsamen Großveranstaltung zusammengeführt. Damit entstand ein neues, konzentriertes Format, das den sportlichen Vergleich ebenso förderte wie die Gemeinschaft innerhalb des Kreisreiterverbandes.

Besonders engagierte sich dabei der Reiterverein Wallenbrück mit seiner leistungsfähigen Anlage und seinen verantwortlichen Akteuren, namentlich Thomas Pfeiffer und Andre Borgstädt.

KRV-Vorstand in dieser Zeit

  • Herr Jobst Schnasse,
  • Herr Gerd Lüking,
  • Herr Hans Herbert Obermowe,
  • Herr Jan Obermowe,
  • Frau Antje Hüske:
  • Frau Petra Gries:
  • Frau Christiane Giesen,
  • Herr Ellermeier,
  • Frau Stefanie Wehrhahn und weitere.

Die jüngste Zeit begann vielversprechend mit der Organisation eines Kreisreiterballs, bevor die Corona-Pandemie das Reiterleben vorübergehend zum Stillstand brachte.

Die Chronik des Kreisreiterverbandes Herford ist damit nicht abgeschlossen. Sie wartet darauf, fortgeschrieben zu werden – von den Menschen, die auch in Zukunft Verantwortung übernehmen und den Pferdesport im Kreis lebendig halten.